Monatsarchiv August 2018

VonBurkhard Frantzen

Tajo Adler verstärkt Geschäftsführung der SPR Energie

Nach Zusammenschluss unterstützt Tajo Adler die Geschäftsführung der SPR Energie GmbH beim Ausbau des B2B-Kundensegments, der Verknüpfung von PV-Projekten mit Elektromobilität sowie PV-Anlagen in der Freifläche.


Seevetal, 27. August 2018. Durch den Zusammenschluss des Photovoltaikspezialisten SPR Energie GmbH mit dem Full-Service-Anbieter für Elektromobilität, der ADLER eMobility GmbH, wurde die Geschäftsführung der SPR Energie um einen vierten geschäftsführenden Gesellschafter erweitert: Ab sofort unterstützt Tajo Adler die bestehenden geschäftsführenden Gesellschafter Frank Groneberg, Marc Mommsen und Nils Brodersen bei allen Fragen der grundlegenden strategischen Ausrichtung und Entscheidungen im operativen Geschäft. Der Zusammenschluss ist Teil einer Wachstums- und

Internationalisierungsstrategie der SPR Energie GmbH für die Bereiche Photovoltaikanlagen (dezentrale Energieerzeugung mit innovativen Speichertechnologien) und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.
Tajo Adler verfügt über langjährige und umfassende Erfahrungen im Bereich erneuerbare Energien: Der studierte Betriebswirt etablierte schon frühzeitig einen verlässlichen Full-Service für die Solarbranche, der sich in den Folgejahren zu einem europaweit führenden Dienstleister entwickelte. Nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen im Jahre 2015 setzte sich Tajo Adler mit unterschiedlichsten Anstrengungen für die fortschreitende Kopplung von erneuerbaren Energiesystemen in den Sektoren Verkehr, Wärme und Strom ein. Diese Bestrebungen führten 2013 zur Gründung der ADLER emobility Service GmbH, um das große Potential der Elektromobilität zur Senkung von klimaschädlichen Treibhausgasen im Sektor Verkehr zu nutzen. Der kürzlich erfolgte Zusammenschluss der Unternehmen SPR Energie und ADLER eMobility hat das Ziel, die Verknüpfung von Elektromobilität mit erneuerbaren Energiequellen voranzutreiben.

Tajo Adler sieht aktuell durch weiter sinkende Modulpreise und den zunehmenden Druck zur weiteren Reduktion von CO2- Emissionen ein großes Potential für die Photovoltaik: „Mittlerweile ist die Photovoltaik eine der günstigsten Stromquellen in Deutschland. Dies führt zu einer höheren Akzeptanz und verstärkten Nachfrage nach Photovoltaikanlagen – vor allem auch bei energieintensiven Unternehmen. In meiner neuen Position als Mit-Geschäftsführer der SPR Energie werde ich mich um den Ausbau der gewerblichen Photovoltaik-Projekte, die Zusammenarbeit mit Projektentwicklern und Immobilienbesitzern zu nachhaltigen Ausrichtung von Neubauten und Bestandsimmobilien sowie der Errichtung von Solarparks in der Freifläche kümmern. Dabei habe ich auch immer die mögliche Kopplung von Elektromobilität und PV-Anlagen für unsere Kunden im Blick“.


Die SPR Energie zeichnet sich in allen Leistungsangeboten durch ihr bewährtes Full-Service Prinzip aus: Von der Planung bis zur Installation und der langfristigen technischen und kaufmännischen Betriebsführung bekommt der Kunde alles aus einer Hand.

VonBurkhard Frantzen

Elektromobilität – Hohe Nachfrage kann aktuell nicht bedient werden!

Das Ziel ist klar gesteckt – bis 2020 sollen eine Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. In 2018 wurden bislang um die 19.000 Elektroautos zugelassen, insgesamt waren im Januar 2018 knapp 54.000 reine Elektroautos in Deutschland angemeldet. Das ist viel zu wenig!

Zu wenig,  um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, aber vor allem zu wenig, um einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung schädlicher Klimagase im Sektor Verkehr zu leisten. Der Klimawandel ist real und wir haben seine möglichen Folgen mit extremen Wettereignissen in diesem Sommer deutlich zu spüren bekommen. Wir werden den Klimawandel nicht aufhalten, wenn wir weiter so machen, wie bisher! Aber woran liegt es, dass der Umstieg auf die Elektromobilität stockt? Ist es die Skepsis gegenüber der noch neuen Technologie, ist es mangelnde Einsicht in Hinblick auf die Notwenigkeit oder sind es die vergleichsweisen hohen Anschaffungskosten?

Die viel zu langen Lieferzeiten für Elektroautos sind im Moment das entscheidende Problem. Es gibt tatsächlich viele Menschen in Deutschland, die bereit zur Veränderung sind, die Nachfrage nach Elektroautos hat sogar die Hersteller überrascht: sie liegt deutlich über den Erwartungen. Diese hohe Nachfrage ist ein gutes Zeichen, denn sie zeigen, dass die Menschen in unserem Land verstanden haben, was auf dem Spiel steht. Wenn man dann aber auf ein E-Auto nach Vertragsunterzeichnung ein Jahr warten muss, dann vergeht vielen die Lust und die Unsicherheit wächst: Auf den Hyundai Ioniq Elektro wartet man beispielsweise ein Jahr, auf den Smart Fortwo ED mindestens zehn Monate, obwohl er in Deutschland produziert wird. Ähnlich sieht es auch beim VW Golf E aus. Immerhin gibt es einige Modelle, die auch schon nach einem halben Jahr geliefert werden können, aber auch das ist für viele Interessierte noch zu lange.  Die Hersteller nennen als Grund für die langen Lieferzeiten die hohe Nachfrage, die die Planungen übertroffen haben. So habe die Umwelt- und Zukunftsprämie seit August 2017 die Nachfrage erheblich angekurbelt. Das wiederum zeigt, dass die Regierung mit dem Förderprogramm von 4.000 EUR und die Befreiung von der KFZ-Steuer in den ersten zehn Jahren eine wichtige Grundlage für den Anstieg der Nachfrage gelegt hat. Aber wenn es dann aufgrund der langen Lieferzeiten zu Unsicherheiten kommt, ob die Prämie überhaupt ausgezahlt wird (das Fahrzeug muss spätestens nach neun Monaten nach Antrag mit Kaufvertrag beim Bafa eingereicht werden) verpufft dieser Effekt wieder. Hier muss nachgebessert werden, um die volle Wirkung des Umweltbonus zu erwirken.

Viele Sorgen hinsichtlich der Elektromobilität sind unbegründet und die hohe Nachfrage nach E-Autos zeigt, dass das auch mittlerweile sehr viele Menschen verstanden haben. Ich selber habe eine Urlaubsreise quer durch Deutschland gemacht, ohne ein einziges Mal Probleme mit der Reichweite zu haben. Das Aufladen des E-Autos lässt sich hervorragend mit aktuellen Apps im Voraus planen und es stehen schon jetzt ausreichend Ladesäulen zur Verfügung. Bei der Anschaffung sind die Förderprogramme, Steuervergünstigungen und günstigeren Verbrauchskosten mit einzukalkulieren.  Und darüber hinaus sind Elektroautos bedeutend wartungsärmer – Verschleißteile müssen seltener ausgetauscht und weniger Reparaturen vorgenommen werden.

Berücksichtigt man das alles, dann kann man sagen, dass die Zeit wirklich reif ist, für den Umstieg auf die Elektromobilität. Nun muss die Industrie nur noch das wachsende Interesse bedienen können – und da wünschen sich viele nicht nur kürzere Lieferzeiten sondern auch eine größere Auswahl an unterschiedlichen E-Auto Modelle. Hier werden die Hersteller bald nachziehen und das E-Auto für den Massenmarkt öffnen, da bin ich mir sicher.

Frank Groneberg

VonBurkhard Frantzen

Welchen Beitrag kann Photovoltaik zum Klimaschutz leisten?

Liebe Freunde einer grünen Energiezukunft,

der Sommer 2018 hat auch Skeptiker die Folgen des Klimawandels fürchten gelehrt: Temperaturrekorde wurden reihenweise aufgestellt, Gluthitze und vor allem fehlender Niederschlag führten zu schlechten Ernten, ausgetrockneten Flüssen, vermehrten Waldbränden und teilweiser eingeschränkter Infrastruktur durch Hitzeschäden auf Flughäfen und Autobahnen. Forscher warnten vor der nächsten „Heißzeit“, die durch eine Kettenreaktion unterschiedlicher Systeme zur einem deutlichen Temperaturanstieg auf der ganzen Erde führen würde.  Auch für die Abkühlung in Seen und im Meer wurde es teilweise zu heiß: Das aufgewärmte Wasser kurbelt das Wachstum von schädlichen Blaualgen und Bakterien an. So mussten viele ohne Klimaanlage schwitzen – und das vor allem auch nachts.

Die Aufwärmung des Wassers ist auch für die Energieerzeugung ein Problem: Kraftwerke brauchen Flusswasser zur Kühlung der Anlagen. Ab 28 Grad Wassertemperatur darf angrenzendes Flusswasser nicht mehr zur Kühlung genutzt werden – und die Kraftwerke müssen ihre Leistungen drosseln oder stehen nicht mehr zur Energieerzeugung zur Verfügung. In diesem Sommer wurde dieser Ausfall hervorragend durch die Solarenergie abgefangen: Solaranlagen lieferten im Juli 2018 rund 15 Prozent der ins Netz eingespeisten deutschen Nettostromproduktion, im gesamten ersten Halbjahr 2018 wurde rund ein Fünftel mehr Strom durch PV produziert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Entwicklung ist aber nicht nur auf die Wetterlage, sondern auch auf die steigenden Erzeugungskapazitäten zurückzuführen. Das Vertrauen in die Photovoltaik ist in den letzten Jahren wieder deutlich gestiegen. Die Vorteile wie Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen und Energieversorgern, Klimafreundlichkeit und Kostenvorteile überzeugen immer mehr Gewerbetreibende und Eigenheimbesitzer. So wurde im vergangenen Jahr (Juni 2017 bis Juni 2018) der Anteil der Photovoltaikanlagen um 13,7 % erhöht.  Und diese Tendenz bekommt nun durch die Wetterlage in 2018 Auftrieb: Das Interesse an und die Nachfrage nach Photovoltaik hat bundesweit angezogen.

Das dieser Trend anhält, wäre dem Klima zu wünschen – denn bei der Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen wird nur ein Bruchteil der CO2-Mengen im Vergleich zu anderen Energiequellen frei: 70-90g C02 entstehen pro Kilowattstunde (kWh) bei der Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen, bei Braunkohlekraftwerken sind es 1.153g CO2.* Spätestens seit diesem Sommer ist klar, dass wir nicht nur mit vereinten Kräften zielführende Maßnahmen zum Klimaschutz mit Hochdruck umsetzen müssen, sondern dass wir uns auch auf die Folgen des Klimawandels umsichtig vorbereiten müssen.

Zu den effektiven Maßnahmen des aktiven Klimaschutzes gehört sicherlich alles, was den CO2-Aussstoß senkt: Der Einsatz erneuerbarer Energien, der Umstieg auf emissionsarme Antriebstechnologien wie der Elektromobilität, nachhaltige Gebäudetechnik und energieeffiziente Gebäudesanierung und vor allen Dingen die Umstellung unserer ressourcenintensiven Lebensweise in den unterschiedlichsten Bereichen. Hier ist natürlich jeder einzelne gefragt.

Auf die Folgen des Klimawandels müssen wir uns in unterschiedlicher Form vorbereiten. Hier geht es um Fragen, wie man Gebäude nicht nur für die Speicherung von Wärme im Winter konzipiert, sondern wie man sich im Sommer vor großer Hitze schützen kann. Auch die Landwirtschaft wird sich auf die veränderten jahreszeitlichen Bedingungen anpassen und Lösungen für veränderte Vegetationsperioden und Niederschlagsmengen finden müssen. Strategien für die Wassernutzung und Aufbereitung bei ausbleibenden Niederschlägen sowie eine Stärkung des Katastrophenschutzes bei Sturmfluten und Überschwemmungen durch extreme Wetterereignisse sind unabdingbar. Ein weiterer unter zahlreichen Aspekten ist auch die Vorbeugung von Hitzeschäden an Gebäuden, Straßen, Flughafen und Schienen durch die unsere Mobilität beeinträchtigt werden könnte.

Es gibt sehr viel zu tun. Wir waren und sind stärker als je zuvor davon überzeug, dass die Probleme durch den Klimawandel gemeinschaftlich und gleichzeitig durch jeden einzelnen angegangen werden müssen. Wir wollen durch den Einsatz qualitativ hochwertiger Photovoltaikanlagen auf Dächern und in der Freifläche sowie durch einen umfassenden und unkomplizierten Rund-Um-Service bei der Integration von Elektromobilität unseren Beitrag zur Energiewende leisten. Wir verfolgen technologische Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien und nachhaltiger Gebäudeausrichtung sehr genau, um Vorteile für das Klima und unsere Kunden schnell und fachgerecht zu nutzen. Darüber hinaus sind auch wir als Personen und nicht nur als Unternehmer gefragt, unsere Lebensweise an die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen anzupassen. Hierüber würden wir gerne mit dir in den Austausch kommen. Was machst du persönlich für eine grüne Energiezukunft, bzw. für eine klimafreundliche Lebensweise?

Euer Frank Groneberg und Tajo Adler

https://www.wegatech.de/ratgeber/photovoltaik/grundlagen/co2-bilanz-photovoltaik/