Das Alte Land ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres Kundenkreises – und zugleich eine Region, in der Landwirtschaft, Logistik und Energie seit jeher eng miteinander verbunden sind. Auf über 10.000 Hektar Obstanbaufläche erzeugen die Erzeuger der Elbe‑Obst‑Genossenschaft Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschen und Beerenfrüchte für den nationalen und internationalen Markt.
Mit einer jährlichen Erntemenge von über 180.000 Tonnen steht der Apfel im Mittelpunkt – er wächst auf rund 90 Prozent der Anbaufläche. Doch zwischen Ernte und Verkauf liegen zahlreiche energieintensive Prozesse: Lagerung, Kühlung, Sortierung, Waschen, Verpackung und Versand.
Genau hier setzt Photovoltaik an. Nicht als Fremdkörper, sondern als logische Erweiterung eines Systems, das schon immer von Sonne, Fläche und langfristigem Denken geprägt ist.


Bereits ab 2010 haben wir als Partner der Elbe‑Obst‑Genossenschaft die ersten Photovoltaikanlagen auf einem Zentrallager umgesetzt. Seitdem wurden auf unterschiedlichen Standorten weitere Anlagen realisiert – stets angepasst an die baulichen, statischen und betrieblichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Hallen.
Viele dieser Projekte waren technisch anspruchsvoll: große Spannweiten, geringe zulässige Zusatzlasten, besondere Brandschutz‑ und Blitzschutzanforderungen sowie die Integration in bestehende Mittelspannungs‑ und Verbrauchsnetze. Erst durch technische Weiterentwicklungen bei Unterkonstruktionen und Modulen wurden einige dieser Projekte in späteren Jahren überhaupt möglich.
Der erzeugte Strom fließt direkt in die Produktionsprozesse:
Es handelt sich um empfindliche, verderbliche Ware mit hohem Warenwert. Viele Arbeitsschritte sind dabei weiterhin Handarbeit, der Ablauf ist oft just‑in‑time organisiert – Ausfälle sind keine Option.
Während der Energiebedarf der landwirtschaftlichen Erzeuger stark saisonal geprägt ist – insbesondere rund um die Ernte –, weist Elbe Obst ein stetiges Lastprofil auf. Kühlprozesse, Sortieranlagen und Logistik laufen ganzjährig, denn frisches Obst wird jeden Tag nachgefragt.
Der Stromverbrauch liegt dabei deutlich über der installierten Leistung der PV‑Anlagen. Batteriespeicher spielen aktuell daher keine tragende Rolle – der Fokus liegt auf direktem Eigenverbrauch, Planbarkeit und Stabilität.
Die Sonne übernimmt dabei eine besondere Doppelrolle:
Sie sorgt für Wachstum, Reife und Qualität der Früchte – und liefert gleichzeitig die Energie, mit der diese Früchte verarbeitet, gelagert und ausgeliefert werden.
Bis heute sind wir für Monitoring, Wartung, Reparaturen, Optimierung und Stromvermarktung der Anlagen verantwortlich. Die technische Betreuung erfolgt nach unseren Standards – einschließlich der Anforderungen aus unserer ISO‑27001 Zertifizierung.
Gerade bei Neu‑ und Umbauten begrüßen wir es, möglichst früh eingebunden zu sein. Themen wie Statik, Brandschutz, Blitzschutz, Netzplanung im Mittelspannungsbereich und die saubere Integration der PV‑Anlage in Verbrauch und Steuerung lassen sich so vorausschauend lösen – statt nachträglich zu korrigieren.

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