Case Study

Hamburger Großmarkt: Repowering, Eigenverbrauch und Versorgungssicherheit – ein Standort, zwei PV‑Generationen

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Auf dem Hamburger Großmarkt haben wir für mehrere Unternehmen PV‑Projekte umgesetzt und betreuen diese Anlagen im laufenden Service (O&M).

Erstinstallation 2011

von 112 auf 380 kWP

hohes Lastprofil

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Der Hamburger Großmarkt ist ein Umfeld, in dem Strom nicht „nice to have“ ist, sondern Betriebsgrundlage: verderbliche Ware, hoher Warenwert, täglicher Umschlag und Kühlketten, die durchgehend laufen.  Genau dort haben wir über die Jahre mehrere PV‑Anlagen für ansässige Unternehmen realisiert – und begleiten diese langfristig im Betrieb.

Für den hier beschriebenen Kunden (globaler Obst‑ und Gemüsehandel) lag der Strombezug bei ca. 1,5 Mio. kWh/Jahr – primär für Kühlung, die durch den täglichen Warenfluss praktisch ohne Pause arbeitet.  Bereits 2011 hat sich der Kunde deshalb für eine PV‑Anlage von SPR Energie entschieden, um Stromkosten zu senken – und weil Kühlung/ Umschlag sehr gut zur Sonnensaison passen.

Mit den Jahren wurde jedoch klar: Im Verhältnis zum Verbrauch war die damalige Anlage trotz hoher Eigenverbrauchsquote von Anfang an zu klein.  Der technische Fortschritt (Modulwirkungsgrad, Unterkonstruktion, Ausrichtungskonzepte) machte dann den nächsten Schritt möglich: Repowering – mehr Leistung auf derselben Dachfläche, mit besserer Passung zum Lastprofil.

Ausgangslage (2011):Flachdach, 112 kWp, Südausrichtung, Jahresertrag ca. 100.000 kWh, davon 90% Eigenverbrauch.  Die Wirtschaftlichkeit war für die damalige Zeit gut (ROI im Konzept mit 8 Jahren angegeben), aber die Systemlogik blieb limitiert: wenig Fläche, wenig kWp pro Quadratmeter, und damit zu wenig Beitrag im Verhältnis zu 1,5 Mio. kWh Jahresbezug.

Was sich in 12 Jahren verändert hat:

  • Mehr Flächeneffizienz: höherer Modulwirkungsgrad = mehr kWp pro m².
  • Ausrichtung nach Bedarf statt nach Lehrbuch: Ost‑West ersetzt häufig Süd, weil es Mittagsspitzen reduziert und den Tagesverlauf gleichmäßiger macht – das passt besser zu dauerhaften Verbraucherprofilen wie Kühlung.
  • Statik & Aerodynamik: Ballastgewichte konnten reduziert, statische Anforderungen minimiert werden.
  • Speicher als seriöser Baustein: Technik und Preise wurden marktreif; erste Erfahrungswerte schaffen Vertrauen.
  • Neue Verbraucher und neue Risiken: steigender Energiehunger (u. a. Elektromobilität, Wärmepumpe fürs Büro/Verwaltung) und stärkeres Bewusstsein für Versorgungssicherheit (im Konzept als Beispiel „flächendeckender Ausfall in Portugal“ genannt).

Neuplanung / Repowering:
Auf derselben Dachfläche wurde die Modulleistung von 112 kWp auf 380 kWp erhöht; der Jahresenergieertrag liegt bei guten 300.000 kWh.  Erzeugungs‑ und Verbrauchskurven werden detailliert über Softwaretools ausgewertet – wichtig, um Lastspitzen, Eigenverbrauch und Betriebsführung sauber zu steuern.

Warum trotz „kaum Überschuss“ ein Speicher sinnvoll ist:
Im Konzept ist explizit festgehalten: Überschuss ist kaum vorhanden – trotzdem kommt ein Speicher zum Einsatz, um Lastspitzen zu kappen und einen Teil der Kapazität als Notstromreserve vorzuhalten.

Was mit der alten Anlage passiert ist:
Die ursprüngliche Anlage wurde am alten Standort demontiert und an einem anderen Standort desselben Kunden wieder aufgebaut.  Dort ist aktuell nur geringer Stromverbrauch vorhanden – gleichzeitig besteht weiterhin eine zugesicherte 20‑jährige EEG‑Vergütung, die am ursprünglichen Standort wegen des hohen Eigenverbrauchs kaum genutzt wurde.  Durch die Umsetzung ist die EEG‑Vergütung für die verbleibende Restlaufzeit faktisch „mit umgezogen“, was die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessert.

Post‑EEG Perspektive:
Auch nach Ende der EEG‑Vergütung produziert die Anlage weiter Strom – und dieser Strom hat einen wirtschaftlichen Wert.  Wer das aktiv nutzt, kann planbare Energiekosten sichern und daraus einen echten Wettbewerbsvorteil ableiten – gerade weil die Welt zunehmend elektrifiziert wird.

Testimonials

„Der Hamburger Großmarkt ist ein Standort, an dem man sehr schnell versteht, worum es bei Energie wirklich geht: Kühlung läuft durchgehend, Ware ist verderblich, und Ausfallzeiten sind keine Option. Genau deshalb war Photovoltaik hier schon 2011 sinnvoll – und genau deshalb macht Repowering heute so viel Unterschied. Entscheidend ist nicht nur ‚mehr kWp‘, sondern die bessere Passung zum Verbrauch: gleichmäßigere Erzeugung über den Tag, transparente Erzeugungs‑ und Lastkurven und ein Speicher, der Lastspitzen glättet und zugleich Reserve für die Versorgungssicherheit schafft. Das ist für uns die moderne Form von Wirtschaftlichkeit: planbar, robust, betrieblich sinnvoll.“

Nils Brodersen

Geschäftsführer SPR Energie

Portfolio Rundreise

Nachhaltige Strategien in der Praxis – mit konkreten Ergebnissen

Unsere Kunden vertrauen darauf, dass wir wirtschaftlich tragfähige Lösungen umsetzen, die messbar Umweltbelastungen reduzieren.

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